Aktuelles

Arnsberg will sich seinen Herausforderungen stellen - Beim ersten offenen Neujahrsempfang im Rathaus zeigen Bürger Interesse

Beim traditionellen Dreikönigsempfang der Stadt Arnsberg hob Bürgermeister Ralf Paul Bittner den Zusammenhalt in der Bürgerschaft hervor. Dem soll ein dazu angemessener offener Politikstil folgen, der u.a. bei der Sanierung des Rathauses deutlich werden solle. Bürgermeister Bittner unterstrich, dass die Bestrebungen zu einem gesamtstädtischen Marketing fortgesetzt werden sollen.

Arnsberg. Im Beisein von Gästen aus Politik und Behörden, Vertretern von Vereinen sowie zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern hat der Arnsberger Bürgermeister Ralf Paul Bittner den ersten offenen Neujahrsempfang der Stadt eröffnet. Der gute Besuch der Veranstaltung zeige das große Interesse der Bürger an der Arbeit der Verwaltung, so Bürgermeister Bittner. Darüber hinaus solle der offene Empfang zum neuen Jahr auch ein Zeichen für Offenheit und konstruktiven Austausch in der Stadt Arnsberg sein. Arnsbergs Stärke liege vor allem im Zusammenhalt der Bürgerschaft.

Zusammenhalt in der Bürgerschaft

Bürgermeister Bittner betonte vor den Gästen, die sich bei Getränken im Foyer des Rathauses getroffen hatten, dass es neben den weltweiten Ereignissen von 2018 auch für Arnsberg ein spannendes Jahr gewesen sei. Neben den negativen Folgen des Orkans Friederike hob Bittner vor allem den Besuch des Bundespräsidenten Steinmeier, die Wiedereröffnung des Sauerland Museums und nicht zuletzt seinen eigenen Wahlerfolg auf dem Weg zum Amt des Bürgermeisters als prägend in den letzten zwölf Monate hervor. „Ich will auch weiter die begonnenen Kontakte zu den Bürgern pflegen“, sagte Bittner und dankte allen Mitarbeitern der Verwaltung, die ihn dabei unterstützen.

Ausgrabungen in Wedinghausen

Der Bürgermeister unterstrich die Notwendigkeit, 2018 begonnene Projekte auch in diesem Jahr fortzusetzen. So seien bereits 2018 die Ausgrabungen am Kloster Wedinghausen ein herausragendes Ereignis für die Stadt gewesen. Bittner dankte seinem Amtsvorgänger Hans-Josef Vogel, Probst Hubertus Böttcher, Michael Regniet vom Kirchenvorstand sowie Archäologin Bettina Heine-Hippler namentlich für die geleistete Unterstützung. Große Spendenbereitschaft habe gezeigt, wie tief das Projekt „Ausgrabung“ auch in der Arnsberger Bürgerschaft verwurzelt sei. „Nur ein gemeinsames Vorgehen führt zu Erfolg“, so der Bürgermeister.

Gesamtstädtisches Marketing

Weiter wichtig für Arnsberg bleibe der Weg zu einem gesamtstädtischen Marketing. Die Dachmarke Arnsberg sei nur gemeinsam gut zu vermarkten. Mit Tatjana Schefers, die seit Januar hauptamtlich die Aufgabe betreut, die Stadt Arnsberg als Arbeits-, Freizeit- und Urlaubsort zu präsentieren. Das Projekt der Rathaussanierung solle ferner im Stile der Offenheit vorangetrieben werden. Bittner versprach regelmäßige Informationen für die Bürgerinnen und Bürger zum Thema. Schließlich solle das Rathaus zu einem offenen Ort der Begegnung in der Stadt werden. Er freue sich aber auch auf einen intensiven und konstruktiv-kritischen Dialog zum Umbau.

Masterplan Sport

Zu den herausfordernden Themen für 2019 zählte Bürgermeister Bittner neben der Schulsanierung den „Masterplan Sport“. Möglichst viele Bürger sollen in der Stadt zu ihren Wünschen in Sachen Sport befragt werden, um auch Menschen außerhalb der Sportvereine zu erreichen. Zudem wolle Arnsberg die interkommunale Zusammenarbeit stärken. Über weitere Gewerbeflächen, die in Arnsberg dringend benötigt würden, könnten Arbeitsplätze sowie die Attraktivität der Stadt gesichert werden. Die „E-Mobilität müsse dafür auch einen Beitrag leisten und entsprechend gestaltet werden. Fahrzeuge auf Strombasis sollen in den städtischen Fuhrpark kommen.

Elektro-Mobilität

Barrierefreiheit soll nach Wünschen des Bürgermeisters auch ein Ziel für die kommenden Jahre sein. So könne nach Arnsberg jetzt auch der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Neheim-Hüsten erfolgen. In Neheim möchte Bittner mit der Umgestaltung des Busbahnhofs auch einen barrierefreien Anschluss des Neheimer Marktplatzes schaffen. Der Rat der Stadt habe zudem die Breitbandstrategie beschlossen, das Projekt zu einer digitalen Stadt Arnsberg soll weiter fortgesetzt werden. „Zukunft geht nicht ohne Digitalisierung“, so Bittner. Dabei sollen aber auch die „Offline-Kontakte“ für Menschen in Arnsberg weiter möglich sein.

Offline-Kontakte erhalten

Vor den Besuchern des Neujahrsempfangs, der musikalisch von David Krüger und Tatevik Hayriyan getragen wurde, hielt zudem der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL), Matthias Löb, einen Vortrag zum Thema „Was unsere Gesellschaft zusammenhält“. Löb hob dabei vor allem den Wert von Integration und Inklusion behinderter Menschen in der Gesellschaft hervor. So seien das Solidaritätsprinzip, das bürgerschaftliche Engagement und eine meinungsoffene und vielfältige Gesellschaft wichtig, um auf die politischen Provokationen gegen ausländische Mitbürger angemessen zu reagieren.

Gegen politische Provokation

Zum Abschluss des Empfangs hielt Bürgermeister Ralf Paul Bittner noch ein musikalische Überraschung für die Gäste des Empfangs bereit: Die Chorgemeinschaft Voßwinkel-Höingen, Ende des letzten Jahres nominiert für den „besten Chor im Westen“ (WDR), hatte einen Auftritt im Rathaus und begeisterte ihr Publikum mit zwei mitreißenden Stücken. (Frank Albrecht)