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Arnsberger Stadtrat bringt gesamtstädtisches Marketing auf den Weg

Nach jahrelanger Beratung in verschiedenen Gremien der Stadt Arnsberg ist in der letzten Ratssitzung am Donnerstag jetzt ein richtungsweisender Beschluss von den Vertretern gefasst worden: Die Stadt Arnsberg begibt sich auf den Weg zu einem gesamtstädtischen Marketing. Dafür soll künftig eine eigenen Organisation in der Stadt tätig werden. Ziel ist ein Dachmarkenkonzept, das in der Region und darüber hinaus mit der Stadtmarke "Arnsberg" wirbt.

Arnsberg. Einige Jahre nach den ersten Ideen zu einem gesamtstädtischen Marketing und der Entwicklung eines vielfarbigen „A“s, das das Dachmarkenkonzept für Arnsberg visualisiert, hat der Rat der Stadt Arnsberg am Donnerstagabend das gesamtstädtische Marketing mit konkreter Arbeitsgrundlage sowie Leitlinien zur Umsetzung auf den Weg gebracht. Die Abstimmung erfolgte jedoch erst nach Diskussion über den Punkt der finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen in zwei Lagern. Am Ende haben sich aber alle Fraktionen für ein gesamtstädtisches Marketing auf professioneller Basis entschieden.

Damit hat der Rat jetzt beschlossen, alle Kräfte und Akteure aus den Ortsteilen sowie der Verwaltung der Stadt für ein gesamtstädtisches Marketing zu nutzen und die finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen. Neben der Arbeit, die schon in Teilen der Stadt Arnsberg dazu geleistet worden ist, hatte für die Beschlussvorlage auch ein bürgerschaftlich getragener Stadtmarketing-Beirat mit Vertretern verschiedener Ortsteile den Werbegemeinschaften und der heimischen Industrie Themen und Organisation des gesamtstädtischen Marketings erarbeitet.

Das vom Rat verabschiedete Konzept sieht u.a. einen Markenkern vor, der sich konkret um die „Stadtmarke Arnsberg“ dreht. Damit sollen die Stärken und Leistungen der Stadt heraus gearbeitet und zusammengefasst werden. Ziel des Prozesses soll es sein, die Vielfalt der Stadt Arnsberg mit ihren verschiedenen Zentren sowie ihre vermeintlichen Gegensätze (z.B. Natur und Industrie oder Geschichte und Innovation) als Ausgangspunkt positiver Energie für das Gesamtmarketing zu nutzen. Auf der Suche nach dem Markenkern von Arnsberg müssten demnach die Fragen beantwortet werden: „Was macht die Stadt Arnsberg aus?“ und „Wie kann sich die Stadt profilieren?“ Antworten darauf sollen in eine Word-Bild-Marke sowie neue Marketingkampagnen für die Stadt Arnsberg fließen.

Fünf Leitsätze für die Stadt, zwei Themenstränge und fünf konkrete Themenfelder wurden für die Ratsvorlage im Beirat erarbeitet, mit denen Stärken der Stadt gestärkt und Schwächen minimiert werden sollen. Für die Weiterentwicklung zur Umsetzung des Projektes soll das neue gesamtstädtische Marketing in einer eigenständigen Organisation mit einem passenden Netzwerkmanagement zusammen geführt werden. Dafür hat der Rat trotz notwendiger Haushaltssicherung mit seiner Entscheidung auch finanzielle Mittel für die Schaffung von Personalstellen bereit gestellt. Mit der Vorlage wurde vom Rat eine Grundfinanzierung für das Stadtmarketing von jährlich 50.000 Euro beschlossen. Der „digitale Auftritt“ der Stadt soll 2018 sowie 2019 jeweils weitere 50.000 Euro kosten dürfen. Zudem will die Stadt zu privat erwirtschafteten Anteilen (z.B. aus der privaten Wirtschaft) für das Stadtmarketing bis zu maximal 50.000 Euro im Verhältnis 1:1 beisteuern.

Peter Rottler, Kaufmann aus Neheim, zweiter Vorsitzender des Aktiven Neheims sowie Mitglied im Stadtmarketing-Beirat, äußerte sich nach Bekanntwerden der Entscheidung zufrieden. „Ich begrüße den jetzt vom Rat beschlossenen Weg, der es nun möglich macht, Arnsberg im Wettbewerb mit anderen Städten noch besser aufzustellen“, so Peter Rottler. Wichtig sei jedoch, mit der Planung, Ausschreibung und Einrichtung der Netzwerkstelle für das gesamtstädtische Marketing sofort zu beginnen und nicht erst bis zu einer Entscheidung über den künftigen Bürgermeister für die Stadt Arnsberg zu warten.