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Blau-Weiße Sessionseröffnung zum 11.11. mit Hieben auf die Politik

Am Fresekenhof hat die Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim die närrische Session eröffnet. Pünktlich um 11.11 Uhr entstieg am Sonntag "Bacchus" aus der Ruhr, um mit seiner traditionellen Abrechnung mit der heimischen Politik Hiebe auszuteilen.

Neheim. 11.11. um 11.11 Uhr – für die Narren der heimischen Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neheim ein festes Datum. An einem Sonntag fand diesmal die Eröffnung der Session am Fresekenhof in Neheim statt. Natürlich wieder mit dem Auferstehen von Bacchus, der unter dem Jubel der Karnevalisten aus der ganzen Stadt seinen Weg nahm. Die Neheimer Karnevalsfreunde feiern in diesem Jahr unter dem Motto „Ach, wie gut, dass jeder weiß… Karneval der ist Blau-Weiß!“

Präsidentin Gertrud Franke

Blau-Weiß-Präsidentin Gertrud Franke begrüßte aber zunächst die Gäste: „Gute Stimmung weit und breit, danke fünfte Jahreszeit!“ Sie hob her vor, dass die Götterdämmerung endlich vorbei sei und Bacchus nun seinen Gedanken freien Lauf lassen könne. Und so frotzelte Bacchus (alias Achim Benke), dass es politisch in Arnsberg gerade ziemlich ruhig sei. Für ihn kein Wunder, habe das politische Erdbeben in der Stadt doch schon im Februar statt gefunden. So sei der „Erb-Schein“, den der ehemalige Bürgermeister Vogel hinterlassen hatte, von den Arnsbergern nicht anerkannt worden. Vielmehr sei eis einem Aufstrebenden aus dem roten Lager gelungen, die Macht im Rathaus zu übernehmen.

Macht im Rathaus

In gereimten Versen fuhr Bacchus fort und gedachte auch des ausgeschiedenen Geschäftsführers Karlheinz Weißer. Damit, so Bacchus, sei ein weiterer König von seinem Thron entfernt worden. Er habe sich sein „Schloss Neu-Wasser-Strom-Gas-Stein“ in Niedereimer bauen wollen, es seien aber nur eine neuer Campus und eine neue Feuerwache geworden. Zudem hätte der Visionär die Frechheit bewiesen, keinen Euro an den Stadtsäckel zu überweisen. Von seinen neuen Kleidern und der Strahlkraft als Sonnenkönig hätten sich die Politiker in Arnsberg fünf Jahre lang blenden lassen.

Politiker geblendet

Brisantes Thema sei auch das Scheitern der geplanten Eisfläche auf dem Neheimer Marktplatz geworden. Statt dort für Freude und Spaß sorgen zu können, sei es nicht gelungen, für vier Marktstände vorüber gehend einen neuen Platz zu finden, so Bacchus. Ja, die Markthändler hätten sogar gegen das Vorhaben in der City mit einer Unterschriftensammlung protestiert. „Selbst Politiker haben den Schwanz eingezogen und zittern vor dem Projekt Eisfläche am Dom“, bedauerte Bacchus öffentlich.

Schwanz eingezogen

Nachdem sich Bacchus den närrischen Neheimer Schlachtruf als Lohn für die Worte abgeholte hatte, wurde die Feier zum Sessionsauftakt in den Fresekenhof verlegt. Hier gab es bei Musik und Gesprächen auch die Verleihung der neuen Sessionsorden an Bacchus, das amtierenden Prinzenpaar mit Dieter I. und Walli I. sowie Ehrenpräsidenten und die Gäste der KG Blau-Weiß. (Frank Albrecht)