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„Der Bogen“ spielt künstlerisch mit Sehnsüchten und Ängsten: Jahresausstellung „Am Rande der Nacht“ wird Sonntag eröffnet

Was passiert in den Köpfen der Menschen beim Wechsel vom Tag zur Nacht? Sehnsüchte und Ängste bahnen sich ihren Weg - die bekannte Ordnung des Tages verändert sich... Die Künstler der Ateliergemeinschaft "Der Bogen" haben sich dem Thema künstlerisch genähert - die Ergebnisse zeigen sie ab Sonntag, 26. November, in ihrer Jahresausstellung unter dem Titel "Am Rande der Nacht".

Neheim. „Der Wechsel vom Tag in die Nacht hat für jeden Menschen eine eigene Assoziation“, sagt Haimo Hieronymus von der Ateliergemeinschaft „Der Bogen“, die in Neheim zu Hause ist. Nur ein Gedanke, der den Titel für die neue Jahresausstellung angeregt hat. Die Ausstellung „Am Rande der Nacht“ wird am Sonntag,  26. November, um 17 Uhr im Atelier im obersten Stock des Kunstwerks an der Möhnestraße eröffnet.

Genau dieser Wechsel vom Tag zur Nacht, von der Helligkeit zur Dunkelheit ist es, was die Künstler des „Bogens“ in der Vorbereitung der Ausstellung in diesem Jahr ganz besonders angezogen und beeinflusst hat. Farben verlieren mit zunehmender Dunkelheit ihre Kraft, bevor sie ganz im Dunkel auch ganz verschwunden sind. „Nachts kommt auch die Einsamkeit und lässt uns mit vielen Gedanken zurück“, ergänzt Künstlerkollege Axel Schubert. Ja, die „Bogen“-Künstler hat noch mehr bewogen – von einer „Sehnsucht nach der Dunkelheit, aus der wir kommen“ ist die Rede.

Sehnsucht, Angst, Erwartungen – diesen grundlegenden Zuständen menschlichen Seins haben sich die Künstler der Ateliergemeinschaft „Der Bogen“ mit ihren Arbeiten für die aktuelle Jahresausstellung im Laufe der letzten Wochen künstlerisch genähert. Und zwar jeder und jede auf eigene Art und Weise. So wollen die thematischen Arbeiten zur Jahresausstellung ein breites Spektrum vom Wechsel des Tages in die Nacht zeigen und dabei viele Phantasien und Ideen offen legen. „Nacht, das ist Liebe, Depression, Feiern – der Zustand lässt sich nicht immer konkret beschreiben“, fasst Haimo Hieronymus seine Gedanken in Worte.

Beim Wechsel vom Tag in die Nacht zeigt sich die Welt (des Tages) aber plötzlich auch von einer ganz anderen Seite. Die bekannte Ordnung scheint sich genau in diesem Übergang zu verändern und macht den Weg frei, frei für Neues und neue, andere Gedanken. Wie die Einfluss in die Köpfe der „Bogen“-Künstler gefunden haben, das zeigt ab Sonntag die Jahresausstellung. Die festen Künstlerinnen und Künstler des „Bogens“, Stephanie Neuhaus, Kirsten Minkel, Manuel Quero, Karl Hosse, Axel Schubert, Pit Schrage und Haimo Hieronymus bekommen dazu künstlerische Unterstützung von den derzeit vier Gastkünstlern aus dem heimischen Raum: So zeigt die Jahresausstellung „Am Rande der Nacht“ auch die Arbeiten und Ideen von Laura Velasco, Tristan Meinschäfer, Merle Klosterhoff und Leandro Cultraro.

Die Eröffnung der Ausstellung am Sonntag um 17 Uhr wird atmosphärisch von den Klängen des DJs „Onetronic“ (Tom Ludwig) untermalt. Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Die Werke der Künstler sind im Rahmen der Jahresausstellung sind von Sonntag an bis zum 17. Dezember in den Räumen des „Bogens“ zu sehen. (Frank Albrecht)