Aktuelles

Erste Arnsberger Zukunftskonferenz setzt im Campus Zeichen - Hochkarätige Referenten stellen Einblicke in die Welt von morgen vor

Vielfältige Einblicke in die Welt von morgen vermochte am Montag die erste Arnsberger Zukunftskonferenz geben. Die Stadtwerke Arnsberg hatten im Campus zu einem hochkarätig besetzten Diskussionsforum eingeladen, dass das Thema "Digitalisierung" von verschiedenen Seiten beleuchtete. Für die Initiative der Stadtwerke Arnsberg und ihres Geschäftsführers Karlheinz Weißer gab es viel Lob.

Arnsberg. „Wir erwarten eine spannende Reise in die Zukunft“, sagte am Montag Karlheinz Weißer, Geschäftsführer der Stadtwerke Arnsberg (SWA) zur Eröffnung der ersten Arnsberger Zukunftskonferenz. Die hatte im Campus zahlreiche hochkarätige Referenten und Experten in Fragen von Digitalisierung zu Gast. Unter ihnen Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei NRW, Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) und weitere Experten und Fachleute.

Vor den Teilnehmern an der Zukunftskonferenz, Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Arnsberg, der Region sowie ganz Deutschland machte der Stadtwerke-Geschäftsführer klar, dass er die Energieversorger im Land vor großen Herausforderungen durch die Energiewende sowie die Digitalisierung sehe. Beide Bereiche hätten zudem Auswirkungen auf Stadt und Lebensraum der Menschen. Weißer betonte, dass die digitale Versorgung der Menschen schon längst zum Angebotsspektrum der SWA gehörten. Gerade in einer ländlich geprägten Region sei das eine besondere Herausforderung.

Herausforderung für eine ländlich geprägte Region

Um diese anzunehmen sei es nötig, die Kompetenzen in der Region Südwestfalen zu vernetzen. Vorteile gebe es dabei u.a. in der interkommunalen Zusammenarbeit, bei der städteübergreifende Projekte die kommunale Versorgung unterstützen können. Vor einer bestens besuchten Zukunftskonferenz unterstrich Karlheinz Weißer, dass die Stadtwerke Arnsberg eine Führungsrolle bei der Digitalisierung übernehmen wolle. Dazu soll mit der Vernetzung mit der Wissenschaft sowie im Austausch und der Kooperation mit Start-Ups eine gründerfreundliche Basis geschaffen werden. Ziel müsse sein, die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

Für 2018 haben sich die SWA den Aktionsplan Digitalisierung vorgenommen. Die Zukunftskonferenz sei ein Anfang, der Einblicke in die Welt von morgen liefern solle. Hintergrund seien die Themenblöcke Smart City und Smart Country. „Zukunft ist, was wir daraus machen!“, so der SWA-Geschäftsführer.

"Zukunft ist, was wir daraus machen!"

In seinem Grußwort an die Teilnehmer lobte der neue Arnsberger Bürgermeister Ralf Bittner, dass der Campus als kompetente Institution bekannt sei. Die Zukunftskonferenz bringe dazu viele Gestalter zusammen. Bittner gab sich überzeugt, dass Arnsberg und die Region den Entwicklungen offen gegenüber stehe. Bei allen Fragen rund um die Digitalisierung sei für ihn jedoch weiter auch der persönliche Austausch wichtig.

„Die Digitalisierung ist der Innovationstreiber der Zukunft“, postulierte Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär für Wirtschaft und Energie in seinem Grußwort. Es gelte hier mehr die Chancen als die Risiken zu sehen. Trotz aller Anstrengungen der Politik müsse für die Umsetzung der Digitalisierung im Deutschland noch viel getan werden. Start Ups seien dazu wichtige Treiber und Förderung der Entwicklung, so Wiese. Sein Ministerium wolle helfen, den Mittelstand mit Hilfe von Start Ups voranzubringen. „Die Digitalisierung muss in Deutschland mehr an Fahrt gewinnen“, forderte der Staatssekretär. Ein Fünf-Punkte-Plan vom Ausbau der technischen Voraussetzungen über die digitale Bildung bis zum Masterplan „Künstliche Intelligenz“ solle helfen, die guten Voraussetzungen in den Deutschland zu nutzen. Den Campus, der die Zukunftskonferenz initiiert habe lobte Wiese als „Aushängeschild der Region“.

"Campus ist Aushängeschild der Region"

Ein Lob für die Einberufung der Zukunftskonferenz stellte auch Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der NRW-Staatskanzlei an die Spitze seiner Ansprache. Arnsberg sei Taktgeber und habe die Zeichen der Zeit erkannt und zudem Gewicht in Südwestfalen. „Digitalisierung muss aber keine Angstthema bleiben“, forderte Liminski. Wichtig sei, in allen Bereichen die Chancen für Wettbewerb und einen modernen Staat zu sehen. Man müsse sich der Chancen bewusst sein und diese auch nutzen. NRW verstehe sich hier als „Biotop für Digitalisierung“. Dafür wolle NRW wichtige Voraussetzungen schaffen. Als Ziele nannte der Chef der Staatskanzlei eine Breitbandoffensive, die mit Finanzmitteln von sieben Milliarden Euro gestärkt werde. Bis 2025 wolle das Land unter den jetzt geltenden politischen Voraussetzungen Infrastruktur und Mobilität für die Digitalisierung umsetzen. „Wir müssen vor allem positive Erfahrungen mit der Digitalisierung schaffen“, so Liminski. (Frank Albrecht)