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Friede, Freude, Fairständigung – Dies Internatinalis hat zum 40. nichts von seinem Sinn verloren

Der 40. Dies Internationalis begeisterte am Wochenende in der Neheimer City. Hunderte Akteure auf der Bühne und Tausende Gäste auf dem Marktplatz erlebten über zwölf Stunden ein belebendes Unterhaltungsprogramm, das von Völkerverständigung und Zusammenhalt in Arnsberg geprägt war.

Neheim. Zwölf Stunden Programm und der Marktplatz in Neheim – gerappelt voll. Am Wochenende fand zum 40. Mal der Internationale Tag in Neheim statt. Ein Tag, der in den 1960-er Jahren mit einem kleinen Programm in Neheim erstmals gefeiert wurde. Die Lehrerin Agenes Wenke aus Neheim hatte einst die Idee zu dem Kultur übergreifendem Fest, das inzwischen zu einem der größten Ein-Tages-Feste in Arnsberg geworden. Auch in diesem Jahr besuchten wieder Tausende von Gästen die Neheimer City und erfreuten sich über Stunden hinweg an Kultur, Musik, Tanz, Show und vor allem dem gemeinschaftlichen, friedlichen Miteinander.

Mit einem Bühnenprogramm vor den ersten Hundert Gästen startete der Dies Internationalis am Samstag auf dem Neheimer Marktplatz. Noch vor der offiziellen Eröffnung und anschließendem Friedensgebet hatten sich zahlreiche Interessierte eingefunden, die schon einmal die einmalige Atmosphäre beim Fest der Kulturen aufnehmen wollten. Zur Eröffnung nach Kindertanz und Jugendchor St. Petri überreichte Moderator Heino Künkenrenken das Mikro an Bürgermeister Ralf Paul Bittner, die Ehrenvorsitzende des Internationalen Arbeitskreises, Gabriele Schüttlehöfer und Tarik Ersöz vom Integrationsrat der Stadt.

Internationales Friedensgebet

Bürgermeister Bittner nutzte die Chance, seinen Dank an die Organisatoren des Tages auszusprechen, die es über viele Jahre geschafft hätten, noch mehr Menschen für die Veranstaltung zu begeistern. „Das ist ein besonders Fest, und es soll viel deutlich machen“, sagte Bittner. Der Dies sei wichtig, um ein Zeichen für Toleranz und Verständigung zu setzen sowie ein Signal zu senden. Zum 40. Male werde der Internationale Tag nun gemeinsam gefeiert. Bittner blickte zurück auf die Geschichte der Veranstaltung, die in den 60-er Jahren noch in kleinem Rahmen begonnen hatte. Es sei die Lehrerin Agnes Wenke gewesen, die mit einem Arbeitskreis begonnen habe, der damals noch die Gastarbeiter erreichen wollte.

„Heute geht vom Dies die wichtige Botschaft aus, dass wir Zugewanderten Hilfestellung und Unterstützung geben wollen“, so Bittner. Integration werde in der Stadt im positiven Sinne gelebt, und Arnsberg zeige, wie gut die Stadt und die Menschen das können. Im Namen des Internationalen Arbeitskreises begrüßte anschließend die Ehrenvorsitzende Gabriele Schüttelhöfer die Gäste zur 40. Veranstaltung. Der Tag folge dem Motto „Miteinander leben und Miteinander feiern“, so Schüttelhöfer. „Integration ist nur von zwei Seiten aus möglich, die auf einander zugehen“, so die Ehrenvorsitzende.

Integration nur von zwei Seiten

Vom Integrationsrat der Stadt Arnsberg lobte Tarik Ersöz die Entwicklung des Dies von einem kleinen Rahmen bis zu einem großen Fest. „Das ist ein besonderer Tag des Aufeinanderzugehens“, so Ersöz, der heute nicht mehr weg zu denken sei. Musik, Menschen, Gerüche und mehr hätten ihren Einfluss auf die Gäste. Wer einmal beim Dies war, der werde immer wiederkommen. Der Tag sei geprägt von der Zusammenarbeit verschiedener Mentalitäten und Kulturen.

Unter der Moderation von Heino Künkenrenken, der wieder einmal unglaubliches Durchhaltevermögen bewies, traten nach und nach die verschiedenen kulturellen Gruppen auf der Bühne vor dem Neheimer Dom auf. Die Organisatoren des Tages zeichnete dabei aus, dass sie wieder ein bunt gemischtes Programm zusammen gestellt hatte, das zudem alle Altersgruppen berücksichtigte. So fällt es auch ein neutralen Beobachter schwer, die Highlights dieser Veranstaltung auszumachen. Schließlich fand der Dies auch an den kulinarischen Ständen mit internationaler Küche unter den Arkaden am Marktplatz statt. Hier boten die unterschiedlichen Nationalitäten ihre speziellen Leckereien an, die von den vielen Besuchern nur allzu gerne probiert werden mussten.

Kulinarische Köstlichkeiten

Den Schlusspunkt des Internationalen Tages in Neheim setzt am Abend dann erst die italienische Band „Piaggi“, die mit ihren Schlagern ganz offensichtlich genau den Nerv der vielen Zuhörer vor der Bühne getroffen hatte. Sie harrten bis zum Ende der gelungenen Veranstaltung kurz nach 23 Uhr noch bestens gelaunt auf dem Marktplatz in Neheim aus. Voller Zuversicht, dass dies nicht der letzte Dies gewesen sein wird… (Frank Albrecht)