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Gänsehaut und Herzschmerz: „Toccata“ begeistert über 800 Zuhörer mit italienischer Nacht vor dem Neheimer Dom

Unter dem Titel "Italienische Nacht" fand die jüngste Toccata "open air" statt. Vor dem Neheimer Dom lauschten über 800 Gästen der Musik der Kammerphilharmonie St. Petersburg sowie den Stimmen von drei Solisten. Die Veranstaltung des Dombauvereins Neheim bewegte viele Herzen.

Neheim. In ihrer Begrüßung hatten Anja Cronenberg und Stefan Werthschulte vom Dombauverein Neheim nicht zu viel versprochen: Sie prophezeiten den über 800 Gästen vor dem Neheimer Dom einen italienischen Abend, der berühren soll. Und die Gäste der Neheimer Kulturveranstaltung zeigten sich berührt von Melodien und Menschen, die dafür verantwortlich waren. Toccata „Ope(r)n air“ war mehr als gelungen!  

Unter dem Motto „Italienische Nacht“ wurde den Zuhörern ein passendes musikalisches Programm präsentiert, das rund zwei Stunden für beste Unterhaltung sorgen konnte. Die Russische Kammerphilharmonie St. Petersberg hatte zwar Mühe, ihre gesamten Musikerinnen und Musiker samt Instrumenten auf der Bühne unterzubringen. Der musikalische Klangkörper, der sich daraus ergab, war umso überzeugender. Mit größter Hingabe verrichtete auch Dirigent Juri Gilbo seine Aufgabe: Sein voller Köpereinsatz brachte die Bühne zum Beben und stiftete die Musiker der Kammerphilharmonie zu Höchstleistungen an.

So ließen nach der Begrüßung die ersten bekannten Melodien auch nicht lange auf sich warten. Ouvertüren aus bekannten Opern wie „La Traviata“ oder „Turandot“ versetzten in Zuhörer in beste Stimmung. Einen gehörigen Anteil daran hatten die Solisten: Cristian Lanza vergoldete den Abend in Neheim nicht nur mit seiner Stimme – auch seine lockere Art und die Späße auf der Bühne machten dem Publikum Spaß. An seiner Seite konnte Sopranistin Silvia Rampazzo gesanglich in die Tiefe gehen. Als schließlich noch Gast-Tenor Robert Cardoso seinen musikalischen Beitrag zur „Italienischen Nacht“ in Neheim lieferte, war das Publikum vollends hingerissen. Der Sänger verzauberte in Neheim mit seiner Weltklasse-Stimme.

Für eine verständliche Einführung in die musikalischen Beiträge aller Akteure sorgte René Giessen als Moderator. Mit dem nötigen Sachverstand eines Dirigenten bereitete er vor jeder Serie der Kammerphilharmonie die passende Einleitung. Und nicht nur das: Musikalisch bei Ennio Morricone und seinen Filmmelodien angekommen, griff er selbst zur Mundharmonika zum Titel „Spiel mir das Lied vom Tod“. Begeistert forderte das Publikum von den Akteuren Zugaben und durfte sich nach dem Jubel noch über weitere Beiträge freuen.

Neben der perfekten Musik von der Toccata-Bühne sorgte auch das mit Unterstützung des Aktiven Neheims geschaffene Ambiente auf dem Marktplatz für einen gelungenen Abend. Der erst im Anschluss an das Konzert servierte Toccata-Teller von Hecktor´s Fleischerei und Catering fand reißenden Absatz unter den Gästen.

Das in allen Belangen stimmige Kulturevent im Stadtteil Neheim ließ bestens gelaunte Gäste der Toccata bei Gesprächen vor dem Dom zurück, die sich jetzt schon auf die 14. Auflage der Toccata 2018 in Neheim freuen.