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„Neheim muss stark unterwegs sein!“ - Bürgerschaftliches Engagement beim Neujahrsempfang der Vereine im Fokus

Zum Neujahrsempfang der Neheimer Vereine hatte in diesem Jahr der CDU-Ortsverband Neheim eingeladen. In den Räumen der Firma BJB waren dabei vor allem Ehrenamt, Engagement und Europa ein Thema. Die Gast- und Festredner gaben von Philipp Henrici, über Rosemarie Goldner bis Klaus Kaiser aber auch ihre Statement für die Gesamtstadt Arnsberg ab.

Neheim. Erneut stand jetzt ein Lob für das ehrenamtliche Engagement der Menschen in Arnsberg im Fokus des Neujahrsempfangs der Neheimer Vereine. Zu dem hatte der CDU Ortsverband Neheim in die Firma BJB eingeladen.

Gastgeber und Hausherr Philipp Henrici begrüßte die über 100 Gäste als Unternehmer und Mitglied im CDU-Vorstand. Und er richtete den Blick gleich auf die weite Verbreitung des Ehrenamtes. „In ganz Deutschland leisten 70 Prozent der Deutschen über 14 Jahre ehrenamtliche Dienste“, so Henrici. Damit könne das Land in Europa eine Spitzenposition einnehmen, die derzeit und nur noch bis zum Brexit von Großbritannien übertroffen werde. Neben seinem Bekenntnis für das Ehrenamt hob Philipp Henrici auch sein Bewusstsein als Bürger der Stadt in den Vordergrund: „Ich fühle mich in erster Linie als Arnsberger“, sagte er unter Beifall der Gäste.

Mit den Grüßen der Stadt zum neuen Jahr und der Information, dass sie in diesem Jahr zum letzten Mal bei diesem Neujahrsempfang stehen werde, begrüßt die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner die Gäste. Mit Bezug auf ihren Vorredner betonte Goldner, dass sie in jedem Dorf verkünde, ein Teil der Gesamtstadt Arnsberg zu sein. Dem Stadtteil Neheim komme dabei eine wichtige  Aufgabe für den Zusammenhalt in Arnsberg zu, weil es sich allein schon um den größten aller Stadtteile handle. Für eine erfolgreiche Gesamtstadt zähle aber nur ein Miteinander. Neheim müsse sich in diesem Punkt stark zeigen und Steigbügel für die anderen Stadtteile sein, so Goldner.

In seiner Festrede zum Neujahrsempfang griff der neue Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser die bereits angesprochenen Punkte noch einmal auf. Arnsberg könne stolz sein auf sein bürgerschaftliches Engagement, schließlich sei hier jeder Zweite im Ehrenamt unterwegs. Klaus Kaiser erinnerte an eine besondere Form des Ehrenamtes, wie sie schon vor 70 Jahren von Abbé Franz Stock vorgelebt worden sei, dessen Todestag man am 24. Februar feiern wolle. Aus diesem Anlass wird es am 25. Februar im Neheimer Dom mit Erzbischof Becker einen besonderen Gottesdienst geben, der auch im ZDF übertragen werde.

Kaiser erinnerte, dass Franz Stock nicht nur für Neheim eine große Bedeutung hat. Wichtig sei, dass Stock schon früh europäisch gedacht habe und Neheim stolz aus seine Leistungen für das Zusammenwachsen Europas sein könne. Darüber hinaus gelte es 2018 aber auch dem Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren zu gedenken. In der Literatur sei viel über die Grausamkeiten des Krieges berichtet worden, jetzt müsse es das Ziel sein, Europa zu entwickeln und Konflikte zu vermeiden. Deshalb unterstütze er die Aussage des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der Europa als die größte Friedensbewegung bezeichnet hatte.

In einem Blick auf die Herausforderungen für Arnsberg im kommenden und den folgenden Jahren nannte Klaus Kaiser vor allem die Digitalisierung der Gesellschaft. Diese hätte keine andere Alternative, als dabei mitzuwirken. „Die Digitalisierung bringt mehr Chancen als Risiken“, so Kaiser weiter. Auch Neheim brauche für ein konkurrenzfähiges Einkaufsangebot den Schritt in die Digitalisierung. Darüber hinaus müsse sie schnell u.a. auch in die Kindergärten einziehen und die Stadt die verschiedenen Konzepte auf diesem Gebiet unterstützen.