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Ralf Bittner macht in Arnsberg das Rennen - SPD-Mann siegt mit 55,42 Prozent deutlich

Bei der Stichwahl um das Amt des Arnsberger Bürgermeisters hat Ralf Bittner am Sonntagabend das Rennen gemacht. Der SPD-Kandidat setzte sich mit 55,42 Prozent der Stimmen deutlich vor seinen Mitbewerber Peter Erb durch, der von CDU und Grünen aufgestellt wurde (44,58 Prozent). Bittner ließ sich im Rathaus von Anhängern und Unterstützern für seinen Erfolg feiern und will schon ab heute erste Gespräche mit der Verwaltung führen.

Arnsberg. Ralf Bittner von der SPD wird der neue Bürgermeister der Stadt Arnsberg. Das haben die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger im zweiten Anlauf zur Suche nach einem neuen Bürgermeister entschieden. Bei der Stichwahl zwischen den Kandidaten Ralf Bittner und Peter Erb sicherte sich Bittner mit deutlichen 55,42 Prozent der abgegebenen Stimmen das Amt des Bürgermeisters. Mitbewerber Peter Erb erreichte 44,58 Prozent. Leicht zulegen konnte bei dem Ergebnis auch die Wahlbeteiligung. Diesmal beteiligten sich 41,56 Prozent der Wahlberechtigten, ein gutes Ergebnis für eine Stichwahl, wie viele Anwesende im Rathaus bemerkten. Die Amtsdauer des neuen Bürgermeisters liegt diesmal bei sieben Jahren.

Das Ergebnis fiel für die meisten Menschen, die zur Stichwahl in noch größerer Anzahl zur Auszählung der Stimmen in das Rathaus der Stadt gekommen waren, überraschend deutlich aus. „So etwas habe ich seit vielen, vielen Jahren nicht mehr erlebt“, äußerte sich Bernd Wuschanski beim Blick auf die Bildschirme euphorisch. Seit 1999, dem Jahr, in dem der letzte SPD-Bürgermeister Alex Paust hieß und der Posten ehrenamtlich besetzt war, gebe es jetzt für die SPD im Rat der Stadt Arnsberg einen Erfolg zu vermelden. Den kosteten die Mitglieder von SPD und Linken auch entsprechend aus. Als Bittner nach Bekanntwerden des endgültigen Ergebnisses das Rathausfoyer betrat, brandete lauter Beifall für den Sieger der Stichwahl auf.

Dank an viele Unterstützer

„Ich bin froh über das Ergebnis und danke vor allem den vielen Unterstützern“, sagte ein aufgeregter Ralf Paul Bittner. Er sei zudem glücklich, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zum ersten Durchlauf noch einmal um ein paar Prozentpunkte angestiegen sei. Man an habe gemeinsam noch einige Stimmen mehr holen können. „Die anstrengenden Monate des Wahlkampfes haben sich gelohnt“, lachte Bittner. Viele Fragen von Medienvertretern wolle er an diesem Abend noch gar nicht ausführlich beantworten, jetzt gelte es zunächst auch einmal, den errungenen Sieg auszukosten.

Zu dem gratulierten ihm die Mitglieder aus der SPD, aber auch Vertreter der anderen Parteien beglückwünschten Ralf Bittner zu seinem Erfolg. Nach seiner Frau Anna-Louisa Bittner gehörte auch der von CDU und Grünen aufgestellte Peter Erb zu den ersten Gratulanten. „Ich verliere nicht gerne und hätte gerne das Rennen gemacht“, sagte Peter Erb im Gespräch. Ralf Bittner wünsche er für die ihm bevor stehende Arbeit jetzt aber zunächst ein glückliches Händchen. Erb äußerte sich noch einmal positiv über das Verhältnis beider Kontrahenten im Wahlkampf, den er als sehr fair bezeichnete. In vielen Gesprächen habe man sich schätzen gelernt.

Peter Erb lobt fairen Wahlkampf

In der Reihe der Gratulanten schloss sich auch der Sunderner Bürgermeister Ralph Brodel an, der die Wahlarena im Rathaus Arnsberg am Abend der Stichwahl besucht hatte.

Carlo Cronenberg, Ratsmitglied von der F.D.P., erinnerte noch einmal daran, dass seine Partei bewusst keine Wahlempfehlung ausgesprochen habe. „Ralf Bittner ist aber vom ersten Tag an entschlossen angetreten, er war ein guter Kandidat und hat den Sieg verdient“, so Cronenberg im Gespräch. Mit dem Erfolg Bittners für das Amt des Arnsberger Bürgermeisters sehe sich die F.D.P.-Fraktion nun in einer neuen Position im Arnsberger Rat. „Wir wollen gerne die Vermittlerrolle übernehmen wenn es um die Entscheidungsfindung in politischen Prozessen geht“, so Cronenberg weiter. Für den SPD-Bürgermeister Bittner sehe er jetzt jedoch eine ganze Reihe großer Aufgaben, die gelöst werden müssten. Neben der bevor stehenden Sanierung des Rathauses gelte es, sich auch vorrangig den Fragen der Digitalisierung zu widmen. „Wir brauchen dazu den richtigen Antrieb aus der Politik“, so der F.D.P.-Ratsherr.

Ralf Bittner, der im Kreise von Unterstützern und Mitgliedern der SPD seinen Erfolg noch länger im Rathaus auskostete, bereitet sich jetzt auf eine ganz neue Aufgabe vor. Zur Feststellung des amtlichen Wahlergebnisses tagt der Wahlausschuss der Stadt Arnsberg am kommenden Donnerstag, 22. Februar, um 17.30 Uhr. Danach erhält der neue Bürgermeister das Ergebnis der Wahl zusammen mit einer Erklärung zur Annahme des Amtes. Dafür hat Ralf Bittner eine Woche Zeit, teilte die städtische Pressestelle noch am Wahlabend mit.

Wahlprüfungsausschuss tagt am Donnerstag

„Ich werde aber schon ab Montag die ersten Gespräche mit dem Ersten Beigeordneten Peter Bannes und Vertretern der Verwaltung führen“, sagte Ralf Bittner. Wann er dann sein Büro im Rathaus beziehen werde, sei noch nicht ganz klar. (Frank Albrecht)

 

Amtliche Zahlen der Stadt Arnsberg:

 

Wahlberechtigte insgesamt: 60.875

Wählerinnen und Wähler: 25.301

Wahlbeteiligung: 41,56 Prozent

Ungültige Stimmen: 109

Gültige Stimmen: 25.192

Die nächste Ratssitzung (unter Leitung von Ralf Bittner) wird am Dienstag, 13. Mai, um 17 Uhr im Rathaus statt finden.