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„Untiefen“ sind im BOGEN nicht ohne Risiko Künstler der Neheimer Werkstattgalerie laden ab Sonntag zur Jahresausstellung ein

In der Neheimer Werkstattgalerie "Der BOGEN" wird am morgigen Sonntag, 25. November, die Jahresausstellung eröffnet. Unter dem Titel "Untiefen" beteiligen sich alle Künstlerinnen und Künstler aus dem BOGEN an der Ausstellung. Zur Eröffnung ab 17 Uhr gibt es ein Programm mit Tanzperformance und Musik.

Neheim. In der Werkstattgalerie „Der BOGEN“ laufen die letzten Vorbereitungen – ab dem morgigen Sonntag ist dort die Jahresausstellung der Künstler zu sehen. Die Bilder und Installationen werden vom 25. November bis Ende Januar unter dem Motto „Untiefen“ gezeigt.

Schon vor zwei Jahren hatte es eine Jahresausstellung im BOGEN unter dem gleichen Motto geben sollen. „Das Thema erschien uns dann aber zu komplex“, erklärt Künstler Karlheinz Hosse jetzt bei der „Vorstellung der Ausstellung“. So habe man das gewählte Motto noch etwas reifen lassen und sich jetzt aber erneut der Herausforderung dieses „Januswortes“ gestellt. Dabei soll der Titel der diesjährigen Jahresausstellung genau das sagen: Es gibt etwas unter der Oberfläche, das nicht immer sofort sichtbar ist…

Eigene Gedanken

Zum Titel der Ausstellung hat sich „KAHOS“ so seine eigenen Gedanken gemacht und in Worte gefasst: „Untiefe ist ein Zustand, der ruhig da liegt und nichts bewegt“, so Hosse. Wenn der Zustand aber berührt wird, werde er zu einem anderen Zustand, der nicht berechenbar sei. „Untiefen machen zudem einen nassen Fuß, also Vorsicht“, mahnt der Künstler zur Eröffnung mit einem Augenzwinkern. Somit beschäftigt sich ein Teil der Arbeiten aus der Jahresausstellung auch mit einem dazu passenden Element – dem Wasser und den Lebewesen in ihm. In einigen der Arbeiten sind zudem politische Botschaften zu erkennen. „Untiefen können zwischenmenschlich, aber auch groß politisch sein“, beschreibt Kirsten Minkel, Künstlerin aus dem BOGEN.

Zwischenmenschlich - groß politisch

Die Künstlergemeinschaft im BOGEN ist in der Stadt Arnsberg und konkret im Stadtteil Neheim schon seit 38 Jahren kreativ. Verschiedene Projekte haben seit Jahren das Angebot an darstellender Kunst in der Stadt Arnsberg bereichert, erinnert die Künstlerin. Die Jahresausstellung, die schon seit längerem stets am Totensonntag eröffnet wird, sei ein wichtiger Teil im künstlerischen Schaffen. Mit Pit Schrage, Axel Schubert, Kirsten Minkel, Stephanie Neuhaus, Karl Hosse, Haimo Hieronymus und Manuel Quero sind alle ständigen Künstler der Ateliergemeinschaft an der Gestaltung der Jahresausstellung beteiligt. „Diesmal bringen sich auch wieder unsere Gäste ein“, so Minkel: Auch Tristan Meinschäfer und John Hosse steuern somit Werke für die Ausstellung bei.

Gastkünstler dabei

Zur Eröffnung der Jahresausstellung ab 17 Uhr wird es auch diesmal ein kleines Programm geben. Manuel Quero aus dem BOGEN hat mit einer Gruppe eine Tanzperformance vorbereitet, die Musik dazu wird von den „Eiflers“ beigesteuert. Vorgesehen sind nur kurze Eröffnungs- oder Grußworte. „Für die Jahresausstellung haben wir alle Sparten mit einbezogen“, beschreibt Kirsten Minkel zu Eröffnung. So werde im BOGEN auch multimedial gearbeitet – zur Präsentation wird u.a. eine Leinwand eingesetzt. Die Künstler laden im Anschluss an der Eröffnung zum Rundgang durch ihre Ateliers und zu Gesprächen ein. „Das Treffen gehört zu den wichtigen Punkten unseres Angebotes“, sagt Minkel.

Begegnung und Gespräche

Zur Eröffnung der Jahresausstellung sind ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt willkommen (Möhnestraße 59, 59755 Arnsberg). Die Arbeiten sind im Anschluss bis zum 24. Dezember jeden Donnerstag von 17 bis 20 Uhr und jeden Samstag von 15 bis 18 Uhr im BOGEN zu sehen. Danach bleibt die Jahresausstellung bis Ende Januar 2019 verfügbar, Besuchstermine können auch per Mail an „kulturbüro@arnsberg.de“ vereinbart werden. (Frank Albrecht)