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Volksbank Sauerland stellt sich für die Zukunft gut auf / Bilanzsumme um 3,5 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen

Die Vorstände der Volksbank Sauerland, Dr. Florian Müller und Michael Reitz, stellen die erfreulichen Zahlen auf der Bilanz-Pressekonferenz vor. Foto: Albrecht

Zufrieden blickt die Volksbank Sauerland auf das vergangene Geschäftsjähr zurück. Die Bilanzsumme konnte um 3,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden. Nach einem begleiteten Übergang in der Führung der Bank fühlen sich Dr. Florian Müller und Michael Reitz im Sauerland gut angekommen. Das positive Geschäftsergebnis bestärkt beide in ihrer Arbeit.

Hüsten/Kreis. „Wir sind mit dem Jahr 2017 zufrieden und für die Zukunft gut aufgestellt“, das sagten jetzt die Volksbank-Vorstände Michael Reitz und Dr. Florian Müller beim Bilanz-Gespräch der Bank in Hüsten. Vor dem Hintergrund des Genossenschaftsgedankens und einem starken Mitarbeiterteam habe man sich eine starke Verankerung als Partner der heimischen Wirtschaft erarbeiten können. Man sehe sich als Netzwerkpartner und Treiber in der gesamten Region.

Sehr zufrieden zeigten sich die Volksbank-Vorstände mit der um 3,5 Prozent auf nunmehr rund 1,5 Milliarden Euro gestiegenen Bilanzsumme. Das, so Reitz, versetzte die Bank in die komfortable Lage, alleine gestalten zu können. Dem Mittelstand sowie den Privatkunden wolle man sich auf der Basis auch weiter als verlässlicher Finanzierungspartner präsentieren. Das haben im vergangenen Jahr schon zahlreiche Kunden und Mitglieder genutzt: Das Neuvolumen der Kredite betrug im letzten Jahr 234 Millionen Euro. Zusammen mit ihren Partnern hat die Volksbank Sauerland über 67 Millionen Euro für private Immobilienfinanzierungen bereit gestellt. „Wir haben mit 699 Finanzierungen das gute Vorjahrsergebnis noch mal überschritten“, so Michael Reitz. Geholfen habe dabei auch der starke genossenschaftliche Finanzverbund.

Verlässlicher Finanzierungspartner

Die anhaltenden Niedrigzinsen hindern die Mitglieder und Kunden der Volksbank nicht am Sparen. Im Jahr 2017 gab es einen Zuwachs von knapp zwei Prozent, die Grenze von einer Milliarde bilanzieller Kundeneinlagen habe gehalten werden können, so Vertriebsvorstand Reitz. Mit ihren Einlagen in Depots, Guthaben bei Versicherungen und Bausparguthaben konnte 2017 mit 1,67 Milliarden Euro ein neuer Höchststand erreicht werden.

Die guten Zahlen in der Bilanz der Volksbank Sauerland haben auch in der Entwicklung der Erträge ihren Niederschlag gefunden. Die Gewinn- und Verlustrechnung hat die Volksbank im letzten Jahr mit einem Plus von 4,3 Prozent abgeschlossen. „Durch ein gutes Wachstum im Kundengeschäft konnten wir zudem den Zinsüberschuss leicht steigern“, so Dr. Florian Müller. Dabei habe sich der Überschuss auf 24,2 Millionen Euro leicht erhöht. Die positive Entwicklung hat im Eigenkapital der Volksbank ihren Niederschlag gefunden. Mit einer Steigerung auf über 136 Millionen Euro könne an die 35.568 Mitglieder eine attraktive Dividende ausgeschüttet werden.

Unterstützer von Vereinen und Initiativen

Die Volksbank sieht sich in der Region auch als Unterstützer von Vereinen und Initiativen. Erstmals wurde 2017 dafür eine Summe von über 300.000 Euro eingesetzt, von der rund 500 Vereine aus dem Geschäftsgebiet profitieren konnten. Besonders erfolgreich verläuft zudem die „Crowdfunding-Initiative“ der Volksbank. Unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ hat sich die Volksbank Sauerland auf die Fahnen geschrieben, Ideengeber und Unterstützer zusammen zu bringen. In den letzten zweieinhalb Jahren konnten so 44 Projekte erfolgreich abgeschlossen werden. Unterstützer spendeten 144.700 Euro, die Volksbank Sauerland legte für jede Spende ab fünf Euro noch einmal fünf Euro drauf. „Das Crowdfunding ist längst schon kein Projekt mehr“, erklärte Vorstand Dr. Müller und werde als dauerhaftes Angebot an Vereine und Initiativen in der Region weiter geführt.

Trotz der durch Niedrigzinsen schwierigen Zeiten will die Volksbank Sauerland sich ihrer Verantwortung stellen. Das erklärten Michael Reitz und Dr. Florian Müller gemeinsam. Dazu gehört, dass man an der lokalen Verankerung der Bank festhalten wolle. So setzt die Bank weiter auf 23 personenbesetzte Filialstandorte. Zudem zeugten zehn SB-Filialen von einem kundenorientierten Denken. Die Zahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Bank bis Ende 2017 auf 290 noch einmal leicht gesteigert. 19 Auszubildende lernen aktuell das Handwerk eines Bankkaufmanns bzw. einer Bankkauffrau. Als Arbeitgeber müsse man sich attraktiv präsentieren und jungen Menschen verschiedene Möglichkeiten zur Berufsausbildung auch mit Studium bieten, so Dr. Müller. Überhaupt nehme die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen großen Raum bei der Volksbank ein.

290 Mitarbeiter sichern Erfolg

In einem Pilotprojekt engagiert sich die Volksbank Sauerland derzeit auch stark auf dem Gebiet der Digitalisierung. So werden u.a. in den Geschäften und Cafés der Neheimer Innenstadt für einen Zeitraum von zwei Jahren freie und kostenlose WLAN-Hotspots von der Volksbank gesponsert. Mit dem Anbieter der Technik und Wartung, „MySpot marketing“ aus Lippstadt, wird zum Frühlingsfest in der Neheimer City (9. bis 11. März) auch der Marktplatz mit freiem WLAN für die Dauer von zwei Jahren versorgt. (Frank Albrecht)