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Volkshochschule will Angebote weiter ausbauen: Neues Programm für das erste Halbjahr liegt vor

VHS Leiter Klaus-Rainer Willeke stellte jetzt mit einem Teil seines Teams das neue VHS-Programm für das erste Halbjahr 2018 vor. Foto: Albrecht

Die Volkshochschule Arnsberg/Sundern hat ihr neues Programm für das erste Halbjahr 2018 vorgestellt. Dabei soll neben den verschiedenen Kursen zur Integration auch das bekannte Standardangebot seinen Stellenwert halten. Stärker will sich die kommunale Weiterbildungseinrichtung neuen Zielgruppen zuwenden, für die es extra Kursangebote geben wird. Dabei befindet sich die VHS schon an der Grenze des Machbaren, wie Leiter Klaus-Rainer Willeke betonte.

Arnsberg/Sundern. Mit 968 durchgeführten Kursen und Veranstaltungen hat die Volkshochschule Arnsberg/Sundern im letzten Jahr ihren Anspruch, führende Station in der Weiterbildung außerhalb der Schulen zu sein, untermauert. Fast 12.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat sie erreicht, die das Angebot der mehr als 400 Dozentinnen und Dozenten angenommen haben. In einem Zeitraum von 2014 bis 2017 konnte die VHS ihr Unterrichtsangebot um mehr als 38 Prozent steigern. Das große Interesse am Angebot der VHS hat sich auch positiv auf die Erlöse aus den Kursentgelten ausgewirkt: Erstmals können 2018 rund 100.000 Euro vor allem in neue Techniken (Touch-Screen-Monitore) investiert werden.

„Die Zahl von 25.780 durchgeführten Unterrichtsstunden bringt uns aber auch an die Grenzen des Machbaren“, erklärte der Leiter der VHS, Klaus-Rainer Willeke beim Rückblick und der Vorstellung des neuen Programms. Über die zwölf Monate des vergangenen Jahres sind in jedem Monat neue Kursangebote gestartet worden. Der Schwerpunkt liegt zu Beginn des neuen Halbjahres jeweils im Januar und Februar sowie im September.

Nach wie vor am stärksten nachgefragt waren im letzten Jahr die Angebote der VHS in der Vermittlung von Sprache. Für das erste Halbjahr 2018 will die VHS mit bislang 110 verschiedenen Kursangeboten aus dem Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ die Integration in Arnsberg und Sundern weiter stark vorantreiben. Die im Rahmen der Integration vermitteln Inhalte sind vielfältig und reichen von klassischen Abendkursen in Deutsch über Integrationskurse zum Erlangen von Sprachfähigkeiten über Integrationskurse für Alphabetisierung oder Berufseinstieg bis zu Einbürgerungstests.

„In Gesprächen mit dem politischen Träger der Volkshochschule haben wir unsere strategischen Ziel formuliert“, sagt VHS-Leiter Willeke. Demnach will die Weiterbildungseinrichtung in 2018 den Anteil der Migranten im Geschäftsgebiet auch an den klassischen VHS-Kursen steigern und die Hemmschwellen dafür abbauen. Neu ausrichten will sich die VHS auf die kommenden Anforderungen der Digitalisierung. Vom „demografischen Wandel“ über die Frage nach der Rolle von Weiterbildung gebe es viel Handlungsbedarf. Nicht zuletzt, so Willeke, müssten auch die technischen Voraussetzungen für dieses Thema geschaffen werden. Kreativität, kulturelle Bildung, der Fachbereich Gesundheit sowie die berufliche Bildung sollen Schwerpunkte des neuen Programms werden.

So bietet die VHS im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 719 Kurse, Vorträge, Exkursionen, Studienfahrten und Bildungsurlaube an. Für die sollen 263 Dozentinnen und Dozenten zum Einsatz kommen. Und wenn das neue Programm auch noch nicht gedruckt vorliegt, so gibt es schon jetzt 2.363 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für 2018 angemeldet haben. Sie wollen an den Gesundheitskursen von Entspannung bis zu Rückentraining teilnehmen, Angebote zur beruflichen Bildung (Social Media, EDV oder Kommunikation) nutzen, eine oder mehrere der zwölf angebotenen Fremdsprachen erlernen oder der Kultur und Kreativität mit 73 Angeboten freien Lauf lassen. Auch der Blick auf neue Zielgruppen bei der Jugend ist 2018 ein Thema bei der VHS. (Frank Albrecht)